Bäcker in den USA
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Illustration: Daniel Matzenbacher für DIE ZEIT http://www.matzenbacher.de/
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Doch vor dem Erfolg kommt das Brötchenbacken. Also schmiss sie ihren Job und stand die nächsten zwei Jahre in einer Münchner Backstube. »Da habe ich alles gelernt, was ich so brauchte.« Gleichzeitig heckten sie und ihr Geschäftspartner Hartmut Jahn die Strategie für den Start drüben aus, kauften eine komplette Backstube aus alten Beständen ein und engagierten einen abenteuerlustigen Bäckermeister. Auch den richtigen Standort mussten sie ausfindig machen: Warm sollte es sein, nicht weit vom Meer, mit internationalem Publikum. All das gab es in Durham, das zu einem der bedeutendsten Bio-Tech-Zentren der USA avanciert ist: drei Universitäten in der Nachbarschaft, viele Deutsche. 1997 war es dann so weit. Sie verstauten ihre Backstube in einen Schiffscontainer. »Wir hatten nur einen Versuch, one shot, das Geld war unheimlich knapp«, sagt Claudia Cooper. Der eine Versuch hat gereicht. Inzwischen haben Cooper und Jahn 30 Mitarbeiter, ein Drittel davon Deutsche. Demnächst machen sie nebenan ein typisch deutsches Café auf. »Die ersten Jahre waren schlimm«, sagt Claudia Cooper, die 34-Jährige. Von Mitternacht bis abends um sieben stand sie in der Backstube. »Doch wenn es erst funktioniert, dann ist es ein Genuss.« Jan-Martin Wiarda


